Inhaltsübersicht des Grundstudiums

Lektion 1
Das Wesen des Menschen - anthroposophisch erfasst

Wolfgang Weirauch

Der Wahrnehmungsvorgang: Viele Wege zum Geist / Wahrnehmungsbeispiele / Der materielle Leib als Spiegel des Wahrnehmungsvorgangs.
Der Ätherleib: A. Das Gedächtnis / Der schwarze Montag / Fragen zu den unterschiedlichen Gedächtnisbereichen / Die vier Bereiche des Gedächtnisses. – B. Die anthroposophische Charakterisierung des Ätherleibes. – C. Der weibliche und der männliche Bereich des Ätherleibes. – D. Gewohnheiten und Temperamente. – E. Die Bedeutung des Ätherleibes für die Entwicklung des Menschen.
Der Astralleib: Eine Reise nach Afghanistan / Eine seelische Leiblichkeit / Die Aura / Der Beginn des Bewusstseins / Die Bewusstseinszustände.
Die Seele – Das Ich – Höhere Geistesglieder.

Lektion 2
Einführung in die Anthroposophie

Wolfgang Weirauch

Sinnfragen des Lebens: Erkenntnistheoretische Grundlagen.
Geistige Wesen: Engel / Elementarwesen / Dämonen / Christus / das Böse.
Zufall und Schicksal: Reinkarnation und Karma.
Übungen: Gedächtnisübungen / Willensübungen / Meditation.
Geistige Erfahrungen: Nahtod-Erfahrungen / Neue Seelenfähigkeiten.

Lektion 3
Die Entwicklung des Menschen im Kindes- und Jugendalter

Rainer Kubiessa / Friedhelm Garbe

Grundlagen der Erziehung: Neues Denken / Der sich entwickelnde Mensch / Schule als Kräftequelle.
Entwicklung: Zusammenhänge von seelisch-geistiger und leiblicher Entwicklung / Drei Hauptentwicklungsphasen / Gehen, Sprechen, Denken / Nachahmung / Zahnwechsel und Schulreife / Vom Kind gesuchte Autorität / Lebenswendepunkte.
Pubertät: Suche nach Welterfahrung / Erste eigene Urteile / Sinnfrage / Verwandlungen des Kindes als ständige Herausforderung an die innere Haltung des Pädagogen.
Kindliches Lernen: Wille (tätige Erfahrung), Gefühl (seelische Auseinandersetzung), Gedanke (Verstehen).
Unterricht: Antwort auf Entwicklungsbedürfnisse. Auffällige Kinder.

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Lektion 4
Die Klassenlehrerzeit

Gabriele Wendt

Der Lehrplan als Antwort auf Entwicklungsbedürfnisse: Inhalte erleben und vertiefen / Der Epochenunterricht / Die Gliederung des Tages / Der Hauptunterricht
Methodische Prinzipien: Das Gefühl ansprechen / Bildhaftigkeit / Vom Menschen ausgehen / Vom Ganzen in die Teile / Vom Tun zum Begreifen / Der Dreischritt
Die Aufgaben des Klassenlehrers: Die Arbeit an sich selbst / Die Arbeit mit den Kindern / Die Arbeit mit den Eltern / Die Arbeit mit dem Schulorganismus. Konferenzen.

Lektion 5
Die Oberstufe der Waldorfschule – Deutsch und Geschichte

Andre Bartoniczek

Einleitung: Die Situation der Schüler / Aufgaben und Möglichkeiten der geisteswissenschaftlichen Fächer.
Deutsch: Die Wirklichkeit der Sprache / Goethe und Schiller / Das Nibelungenlied und die Poetik / Parzival und die Moderne / Goethes „Faust“.
Geschichte: Was ist Geschichte? / Die Neuzeit / Von der Steinzeit in die Antike / Von Sokrates zum „Herbst des Mittelalters“ / Gegenwart und Weltgeschichte.
Ausblick: Die Beziehung zwischen Schüler und Lehrer.

Lektion 6
Mathematik wird Anthroposophie: Über die Grundlagen der Waldorfpädagogik

Dr. Detlef Hardorp / Uwe Hansen

Anthroposophie und Wissenschaftlichkeit – Anthroposophie und Esoterik. Und was hat das mit dem pädagogischen Alltag zu tun?
In der Biographie Rudolf Steiners zeigt sich schon früh der Bezug anthroposophischer Geisteswissenschaft zur Mathematik. Um nicht nur darüber zu reflektieren, mündet die Lektion in geometrische Übungen mit Perspektiven in die Unendlichkeit – und darüber hinaus.

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Lektion 7
Die Oberstufe der Waldorfschule - Geografie und Biologie

Wolfgang Debus

Förderung eines eigenständigen Denkens: Die Entstehung eines Weltbildes an Beispielen der Geografie, Biologie / Exemplarische Unterrichtsverläufe / Schülerreaktionen / Reflexionen des Lehrers.
Gesichtspunkte zur Entwicklung junger Menschen: Die Einseitigkeit heutigen naturwissenschaftlichen Denkens / Der Übergang von der Mittel- zur Oberstufe / Beispiele unterschiedlicher Fragehaltungen und Denkstile in den entsprechenden Altersstufen / Naturwissenschaften und Enthusiasmus.
Das innere Engagement des Lehrers: Mehr als nur Experte sein.

Lektion 8
Interaktionen im Lehrerberuf

Rainer Kubiessa / Friedhelm Garbe

Lehrer und Kind: Erste Begegnung / Beziehung zur Klasse und zum einzelnen Kind / Lieblinge – Störenfriede – Mauerblümchen / Das größere Interesse am Kind als das rein schulische / Bedürfnisse heutiger Kinder / Vom rechten Zeitpunkt / Da-Sein und Geistesgegenwart / Sitzordnung / Schulung der Wahrnehmung individueller Prägungen / Grazie und Humor / Bedeutungsvolle Sprache / Die „sinnige“ Geschichte.
Lehrer und Eltern: Rollenverständnis und unterschiedliche Aufgaben / Vertrauen und Verantwortung / Der Stil der Mitteilungen / Rechtzeitige Informationen und Verabredungen / Streitkultur statt Parkplatzgespräche / Umgang mit Ängsten / Einbeziehung der Eltern und aktive Mitgestaltung / Elternabende / Hausbesuche.
Lehrer und Lehrer: Die Kinderkonferenz / Miteinander statt nebeneinander / Wahrnehmen des Anderen / Gegenseitige Befähigung / Arbeits- und Erkenntnisgemeinschaft.

Lektion 9
Die differenzierte Wahrnehmung sozialer Beziehungen - Dreigliederung des Sozialen Organismus

Peter Lüdemann-Ravit

Schulen in freier Trägerschaft und Selbstverwaltung: Die Fähigkeiten zu einer geeigneten Mitarbeit in der Selbstverwaltung sind uns nicht in die Wiege gelegt.
Zur Geschichte der Dreigliederung / Die makrosoziale, mesosoziale und mikrosoziale Ebene.
Der Beginn des sozialen Erfahrungsweges: Übungen im differenzierten Wahrnehmen sozialer Gegebenheiten / Einführung / Spielregeln.
Die Aufgaben: 1. Der mikrosoziale Bereich. 2. Der mesosoziale Bereich. 3. Der makrosoziale Bereich. 4. Soziales Handeln unter Berücksichtigung der Dreigliedrigkeit menschlicher Begegnungen.

Lektion 10
Erziehung als Selbsterziehung

Elke-Maria-Rischke

Stärker und prägender als alle Inhalte und Angebote (wie Geschichten, Spiele usw.) wirken die kleinen Alltäglichkeiten, die immer wiederkehren, auf das kleine Kind. Deshalb beginnt die Lektion mit dem Aufmerksamwerden auf die Größe und Würde des Kindes und auf den beziehungsvollen Umgang mit ihm und in allen Lebensbereichen. Es geht um den Gesinnungsraum, den wir für die Kinder bereiten und um die eigene Erweiterung im Erleben der Natur und des Jahreslaufes, damit wir die umfassende Größe des kindlichen Erlebens nicht einengen.
Themen: Vom einfühlsamen Umgang mit dem Kind. Mit den Engeln der Kinder zusammenarbeiten? Das bewusste Erleben des Jahreslaufes.

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Lektion 11
Vom Sinn des Feste-Feierns: Vorbild und Nachahmung

Elke-Maria-Rischke

Erziehung erweist sich nur dann in positiver Art als fruchtbar, wenn sie mit der Selbsterziehung Hand in Hand geht. Den Anspruch, Vorbild für das nachahmende Kind zu werden, können wir nur erfüllen, wenn wir selbst Vor-bilder, Ideale haben, die wir frei wählen, denen wir folgen wollen.
Da die Waldorfpädagogik eine christliche ist, werden Anregungen gegeben, wie wir uns den Hintergründen der jeweiligen Jahresfeste nähern können. In ihnen liegen Kräfte, die uns selbst beschenken und die auch den Kindern nicht vorenthalten werden sollten.

Lektion 12

(in Vorbereitung)