Das Praxisjahr

Es dient der begleitenden Einführung in die pädagogische Praxis unter Berücksichtigung der fachlich angestrebten Spezialisierung (Klassenlehrer, Oberstufenlehrer, auch Kindergärtnerin etc.). Es dauert in der Regel ein Schuljahr. Die Teilnehmer haben zuvor das Grundstudium oder ein anderes waldorfpädagogisches Seminar absolviert.

Ziel des Praxisjahres ist es, vorangegangene Studien weiterzuführen und den Erwerb von Erkenntnisgrundlagen und Fähigkeiten zu fördern, die eine fruchtbare, den Gegenwartsforderungen entsprechende Persönlichkeitsentwicklung ermöglichen.

Für das Praxisjahr wird auf Vorschlag des Studenten eine Schule gesucht (in der Regel in Wohnortnähe), an der ein Mentor für die entsprechende Qualifizierung zur Verfügung steht. Der Studierende unterrichtet in der Regel mit einem begrenzten Deputat, sodass genügend Zeit zum Studium bleibt. Für Kindergärtnerinnen gilt Entsprechendes.

Mit jedem Teilnehmer wird ein individuelles Profil entworfen, das Art und Inhalt der Praxiseinführung beschreibt. Es dient zur Orientierung während des Praxisjahres und ist Feststellungsgrundlage für das spätere Diplom.

Wichtige Gestaltungskriterien eines Profils sind:

Neben der Arbeit in Schule oder Kindergarten finden zur ergänzenden Vorbereitung und Reflexion vier Wochenendseminare und eine Blockwoche im Seminar für Pädagogische Praxis in Jena statt. Die Seminare dienen der persönlichen Begegnung in pädagogischen und künstlerisch-praktischen Übungen.

Mögliche Übungsgegenstände können sein:

Damit an tatsächliche Bedürfnisse angeknüpft werden kann, wird besonderer Wert gelegt auf gemeinsame Themen- und Zeitgestaltung. Die Studierenden haben die Möglichkeit, ihren Fragen entsprechend Übungen und Seminare einrichten zu lassen.


Kindergarten

Aufbau des Studiums Grundstudium